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Holger Marx (von links) von der Betreuungsbehörde Mainz-Bingen mit den BdB-Vorstandsmitgliedern Christian Morgner und Fred Rehberg. ©BdB
Beirat Qualitätsentwicklung

"Der Beruf muss attraktiver werden"

Mitte Juni tagte der BdB-Beirat für Qualitätsentwicklung in Hamburg. Zahlreiche Themen standen auf der Agenda für die 15 Teilnehmer.
17.06.2026
Beruf Betreuung

Als Gäste waren Cindy Stoklossa, im Vorstand der Deutsche Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen e.V. (DVSG) und fachliche Leiterin des Sozialdienstes an der Charité Berlin und Christian Wittke vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) zur Sitzung gekommen. Cindy Stoklossa informierte sich über die Themen, die im Beirat diskutiert wurden und tauschte sich mit dem BdB über die weitere Zusammenarbeit aus. Der BdB sucht den fachlichen Austausch mit der Vereinigung bereits mit den BdB-Vorstandsmitgliedern Anja Pfeifer, Jana Haupt und dem BdB-Geschäftsführer Harald Freter. 

Christian Wittke informierte den Beirat über das Evaluationsverfahren des BMJV und nahm die Forderung des BdB nach einem zentralen Betreuungsregister mit nach Berlin. 

Zudem wurde lange über den Berufsausstieg von Berufsbetreuern gesprochen, der sich oft als schwierig darstellt. So können viele der aktuell noch tätigen Berufsbetreuer*innen nicht in Rente gehen, da sie ihre Fälle nicht an einen Nachfolger übergeben oder gar zurückgeben können.

“Der Beirat war sich einig. Der Beruf muss attraktiver werden. Die Höhe der Vergütung muss steigen und das Problem der ausbleibenden Vergütungsauszug muss gelöst werden”, sagte Beiratsmitglied Dominic Bauer. 

Zudem sprach Jana Haupt über das Thema Sterilisation von Menschen mit Betreuer. Sie ist für den Bundesvorstand in der entsprechenden Arbeitsgruppe des BMJV und informierte umfangreich, sodass der Beirat das Thema anschließend ausgiebig diskutieren konnte. Bemerkenswert sei laut Dominic Bauer, dass keine Fälle bekannt seien, in dem Männer während einer Betreuung sterilisiert wurden, sondern es lediglich um Fälle von Frauen ging.