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©Paul Schirnhofer

Werden Sie aktiv!

Sie möchten sich für Ihren Berufsstand engagieren? Dann sind Sie hier genau richtig.

Der BdB kämpft von Beginn an für bessere Rahmenbedingungen. 

Seit vielen Jahren mischt sich Ihr Berufsverband ein: Durch starke Kampagnen, Lobbyarbeit in Bund und Ländern, Mitwirkung in Fachausschüssen, Protestaktionen, kreative Social-Media Aktionen, Petitionen, professionelle Medienarbeit u.v.a.m

Und das mit Erfolg: Einige Beispiele sind die Gewerbesteuerbefreiung (2010), Umsatzsteuerbefreiung (2013), Vergütungserhöhung (2019), Anerkennung des Berufs im Gesetz zur Reform des Vormundschafts- und Betreuungsrechts (2021), Inflationsausgleich (2024/25), Passus zu ‚Leistungsgerechte Vergütung‘ im Koalitionsvertrag (2025).

Wir brauchen Sie!

Als Multiplikator*in vor Ort, als kritische Stimme, als aktive Berufsinhaber*in, denn Sie wissen, wo die Probleme liegen.

Auf dieser Seite finden Sie Informationen und Materialien, um Politik, Gerichte, Behörden und die Öffentlichkeit über Berufsbetreuung aufzuklären. Geben Sie die Materialien gerne auch an andere Kolleg*innen und Beteiligte weiter mit der Bitte um Unterstützung.

Unsere aktuellen Schwerpunkte

JuMiKo 2026

Am 11. und 12. Juni tagte die 97. Konferenz der Justizministerinnen und Justizminister in Hamburg. Wir haben dazu eine Aktion vor dem Veranstaltungsort in der Speicherstadt („Neuerwegsbrücke“ und Straße „Pickhuben“) durchgeführt.

Noch vor der Konferenz konnten die BdB-Vorsitzende Hülya Özkan und der BdB-Geschäftsführer Dr. Harald Freter einen Forderungskatalog an die Vorsitzende der JuMiKo, Hamburgs Justizsenatorin Anna Gallina, übergeben. 

Sie nutzte die Gelegenheit für ein Statement, um auf das wichtige Berufsfeld der Berufsbetreuung hinzuweisen. 

Unser Forderungskatalog zur JuMiKo 26

Damit rechtliche Betreuer*innen ihre Arbeit verantwortungsvoll ausüben können, braucht es verlässliche Rahmenbedingungen, eine angemessene Finanzierung sowie Qualität und Professionalität. Dafür ist jetzt politisches Handeln erforderlich! 

Zum Forderungskatalog
 

Unser Positionspapier zur Evaluierung des Vergütungssystems

Trotz Reform bleibt das Betreuungswesen chronisch unterfinanziert. Der BdB fordert ein nachhaltiges und leistungsgerechtes Vergütungssystem.

Zum Positionspapier
 

Unsere Forderungen an die Politik

Gute Betreuung ist politische Verantwortung. Jetzt handeln und Betreuung sichern!

Rechtliche Betreuung sichert Selbstbestimmung, Teilhabe und Würde von über einer Million Menschen in Deutschland.

Damit rechtliche Betreuer*innen den hohen Ansprüchen ihres Berufes gerecht werden können, braucht es verlässliche strukturelle Rahmenbedingungen, eine leistungs- und verantwortungsgerechte Finanzierung sowie eine konsequente Ausrichtung an Qualität und Professionalisierung. Diese Voraussetzungen sind aktuell nicht gegeben.

Es besteht akuter politischer Handlungsbedarf, damit Betreuung nicht wegbricht.

Der Gesetzgeber hat 2023 das neue Betreuungsrecht erlassen. Es orientiert sich klar an der UN-Behindertenrechtskonvention, macht die Wünsche der Klient*innen zum zentralen Maßstab des betreuerischen Handelns. Gleichzeitig ist die Betreuungslandschaft in Deutschland seit Jahren unterfinanziert. Von der 2019 beschlossenen Vergütungserhöhung von 17 Prozent sind nur 12,3 Prozent bei den Betreuer*innen angekommen. Stark gestiegene Preise für Energie, Personal und Mieten sowie der durch die Reform verursachte Mehraufwand, für den keine Vergütung vorgesehen ist, stellen für viele Betreuungsvereine und selbstständige Berufsbetreuer*innen eine existentielle Bedrohung dar.

Wenn die Politik jetzt nicht handelt, werden viele Berufsbetreuer*innen ihre Tätigkeit aufgeben müssen. Die rechtliche Betreuung in Deutschland droht zu kollabieren. Der jetzt schon erkennbare Mangel an qualifizierter Berufsbetreuung würde sich weiter verschärfen. Unter diesen Umständen können wir zentrale Ziele der Betreuungsrechtsreform 2023 nicht erreichen. Die Sicherung der Qualität in der Betreuung und die weitere Stärkung der Selbstbestimmung der Klient*innen sind in Gefahr.

Unsere Forderungen:

Schaffen Sie ein Vergütungssystem, das den tatsächlichen Anforderungen professioneller Betreuungsarbeit entspricht und nachhaltig, leistungs- sowie verantwortungsgerecht ist. Führen Sie die anstehende Evaluation zeitnah, transparent und unter systematischer Einbeziehung der Betreuungspraxis durch. Sie muss sich an den realen Arbeitsbedingungen orientieren und strukturelle Fehlsteuerungen konsequent beheben.

Stärken Sie die rechtliche Betreuung als eigenständigen, qualifizierten Beruf mit verbindlichen Qualifikationsstandards und geregelten Berufsausübungsstrukturen.

Verankern Sie eine Qualifizierung auf Hochschulniveau als zentralen Zugang zum Beruf. Die anspruchsvollen fachlichen Anforderungen erfordern eine wissenschaftlich fundierte Ausbildung.

Eine leistungsfähige und einheitlich digitale Infrastruktur ist Voraussetzung dafür, dass Betreuer*innen ihre Ressourcen auf die persönliche Unterstützung von Klient*innen konzentrieren können.

Vereinfachen und standardisieren Sie Verfahren bundesweit. Gestalten Sie digitale Lösungen durchgängig praxisorientiert, interoperabel und bundeseinheitlich. Schaffen Sie digitale und medienbruchfreie Schnittstellen zwischen Gerichten, Behörden, Leistungsträgern und Betreuer*innen sowie sichere, datenschutzkonforme Kommunikationswege.

Reduzieren Sie Dokumentations-, Nachweis- und Berichtspflichten konsequent auf das fachlich notwendige Maß.

Schaffen Sie die Grundlage für eine berufsständische Selbstverwaltung (Betreuerkammer) als zentrales Instrument der Qualitätssicherung, der Entwicklung fachlicher Standards und der fachlichen Berufsaufsicht.

Richten Sie die fachliche Weiterentwicklung des Berufs systematisch an den Prinzipien der Unterstützten Entscheidungsfindung aus und verankern Sie diese in Qualifikation, Methodik und Praxis.

Richten Sie eine Bundesfachstelle für Unterstützte Entscheidungsfindung ein, um den Beruf systematisch in diese Richtung auszubauen.

Führen Sie ein bundeseinheitlich organisiertes, teilweise öffentliches Betreuerregister ein, das verlässliche Angaben zu Qualifikationen, fachlichen Schwerpunkten und Verfügbarkeit von Berufsbetreuer*innen enthält.

Eine flächendeckende Versorgung ist Voraussetzung dafür, dass rechtliche Betreuung ihren gesetzlichen Auftrag für alle betroffenen Menschen erfüllen kann – unabhängig vom Wohnort.

Ergreifen Sie wirksame Maßnahmen gegen den zunehmenden Fachkräftemangel in der rechtlichen Betreuung.

Schaffen Sie verlässliche Rahmenbedingungen, die den Beruf wirtschaftlich tragfähig und langfristig attraktiv machen.

Setzen Sie verbindliche Vorgaben zur finanziellen Förderung von Betreuungsvereinen fest.

Wie kann ich selber aktiv werden?

VIDEOS & SHORTS

Unsere Social Media Präsenz

Wir zeigen auf YouTube und LinkedIn wo wir uns engagieren und mit welchen Botschaften wir uns für den Berufsstand einsetzen. Auf unseren Kanälen sind unsere Forderungen und politischen Aktionen zu finden. Wir sind regelmäßigen mit der Politik im Gespräch und unterbreiten Vorschläge für ein nachhaltiges Betreuungswesen. 

Downloads

Mit vielfältigen Aktionen in ganz Deutschland wollen wir auf das Problem aufmerksam machen und Druck auf die Politik aufbauen, endlich zu handeln! Machen Sie mit, damit unsere Kampagne in Presse, sozialen Netzwerken, Politik und Fachwelt ankommt! Werden Sie aktiv bei einer unserer vielfältigen Aktionen, teilen Sie die Informationen mit Kolleg*innen und motivieren Sie möglichst viele zum Mitmachen. Jede Aktion zählt!

Zu unseren Kampagnenmaterialien