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BdB-Jahrestagung in Potsdam rückt Zukunft der rechtlichen Betreuung in den Fokus

Starke Betreuung braucht starke Reformen

Vom 7. bis 9. Mai 2026 trifft sich der Bundesverband der Berufsbetreuer*innen (BdB) zu seiner Jahrestagung in Potsdam. Unter dem Leitmotiv "Fachlich, digital, fair bezahlt: Starke Betreuung braucht starke Reformen!" diskutieren Fachleute aus Praxis, Politik und Wissenschaft über Zukunft und Rahmenbedingungen der rechtlichen Betreuung in Deutschland. Die Tagung gilt als eines der wichtigsten Branchentreffen und setzt Impulse für die anstehende Evaluation und Reform der Betreuervergütung.
©Adobe Stock
Beruf Betreuung

 

Politischer Auftakt mit Justizminister Benjamin Grimm
Das Grußwort der Landeshauptstadt Potsdam überbringt am Donnerstag Brigitte Meier, Beigeordnete für Ordnung, Sicherheit, Soziales und Gesundheit – stellvertretend für Oberbürgermeisterin Noosha Aubel. Der brandenburgische Justizminister Dr. Benjamin Grimm wird digital zugeschaltet sein. Gemeinsam mit weiteren Vertreter*innen aus Politik und Fachwelt setzt er den politischen Rahmen für die dreitägige Veranstaltung.

Freiheitsrechte am Lebensende im Fokus
Ein zentraler inhaltlicher Höhepunkt ist die Keynote von Prof. Dr. Oliver Tolmein. Unter dem Titel „Freiheitsrechte (nicht nur) am Lebensende“ beleuchtet er die Chancen und Herausforderungen einer menschenrechtsbasierten Betreuungsarbeit. Das Thema greift eine der drängendsten Fragen der Branche auf: Wie kann Selbstbestimmung auch in existenziellen Lebenssituationen gesichert werden?

Live-Podcast und Fachdiskussion zur Reform
Ein innovatives Format bietet der analoge Podcast mit den BdB-Vorsitzenden Hülya Özkan, Christian Morgner und Fred Rehberg, die das Tagungsthema „Fachlich, digital, fair bezahlt: Starke Betreuung braucht starke Reformen!“ unter verschiedenen Aspekten beleuchten werden. 

Direkt im Anschluss diskutieren Expert*innen aus Praxis und Wissenschaft die Frage „Betreuungsreform: Mehr Selbstbestimmung oder nur mehr Arbeit?“. 

Praxis im Fokus: Arbeitsgruppen am Freitag
Am Freitag stehen konkrete Herausforderungen der Betreuungspraxis im Mittelpunkt. Zwei Arbeitsgruppen beschäftigen sich mit besonders sensiblen Themen wie „Selbstbestimmung am Lebensende – Chancen und Grenzen guter Betreuungsarbeit“ oder „Unterstützte Entscheidungsfindung bei demenziell veränderten Klient*innen“.

Ethische Fragen und politische Weichenstellungen am Samstag
Am Samstag beschäftigt sich ein Fachforum mit dem Thema „Assistierter Suizid im Rahmen der rechtlichen Betreuung“ – mit juristischen, medizinischen und ethischen Perspektiven.

Den politischen Höhepunkt bildet die Podiumsdiskussion am Samstagvormittag zur Vergütungsreform unter dem Titel „Evaluation der Vergütungsreform: An welchen Stellschrauben kann politisch gedreht werden?“. Vertreter*innen der Bundestagsfraktionen diskutieren mit der BdB-Vorsitzenden Hülya Özkan über konkrete Reformschritte.

Weitere Informationen und Programm: www.berufsbetreuung.de/jahrestagung-2026

Mehr Informationen: www.berufsbetreuung.de | LinkedIn | BdB-Vergütungskampagne

Pressekontakt:
nic communication & consulting | Bettina Melzer
Tel.: 030 – 34 66 19 41 | mobil: 0163 – 575 1343 | bm@niccc.de | www.niccc.de
 

Angebot an Journalist*innen: Sie wollen einmal einen Berufsbetreuer oder eine Berufsbetreuerin in Ihrer Nähe begleiten? Sie brauchen ein Beispiel von Klient*innen, die von Berufsbetreuung profitieren? Möchten Sie eine Expertin oder einen Experten aus Ihrer Region sprechen? Oder benötigen Sie mehr Hintergrundinformationen? Rufen Sie uns einfach an. Oder schreiben Sie uns. Wir helfen gern weiter!
 

Über den BdB:
Der Bundesverband der Berufsbetreuer*innen e.V. (BdB) ist mit rund 8.000 Mitgliedern die größte Interessenvertretung des Berufsstandes Betreuung. Er ist die kollegiale Heimat seiner Mitglieder und macht Politik für ihre Interessen. Er stärkt seine Mitglieder darin, Menschen mit Betreuungsbedarf professionell zu unterstützen, ein Leben nach eigenen Wünschen und Vorstellungen zu führen – selbstbestimmt und geschützt. Der BdB wurde 1994 gegründet – zwei Jahre, nachdem mit dem Betreuungsgesetz Konzepte wie „Entmündigung“ und „Vormundschaft“ für Erwachsene abgelöst wurden. Bereits damals leitete ihn der Gedanke, Menschen mit Betreuungsbedarf in Deutschland professionell zu unterstützen, so dass sie ein möglichst selbstbestimmtes Leben führen können. Mit seiner fachlichen Expertise und viel Idealismus setzte sich der Verband bereits frühzeitig für mehr gesellschaftliche Teilhabe betreuter Personen ein, wie sie erst später gesetzlich verankert wurde. Handeln und Entscheidungen der BdB-Mitglieder basieren auf demselben humanistischen Menschenbild, das auch der UN-Menschenrechtskonvention von 1948 und der UNBehindertenrechtskonvention von 2006 zugrunde liegt.