„Ein starkes Betreuungswesen gelingt nur gemeinsam“
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Für den BdB nahmen teil: Geschäftsführer Dr. Harald Freter, Christian Morgner, stellvertretender Bundesvorstand, sowie Frank Cremer-Neihaus, Sprecher der BdB-Landesgruppe Schleswig-Holstein. Anlass war das Positionspapier des BdB zur Evaluation und Reform der Betreuervergütung. Der Verband konnte seine Positionen umfassend darstellen.
Evaluation braucht klares Konzept und richtige Referenz
BdB-Geschäftsführer Harald Freter betonte die Dringlichkeit eines abgestimmten Vorgehens:
Unterstützung für die Anliegen der Praxis
Christian Morgner, Mitglied im Bundesvorstand des BdB, hob die Gesprächsatmosphäre hervor: „Das Land Schleswig-Holstein hat sich sehr offen für unsere Positionen gezeigt. Unsere Themen wurden ernst genommen, und uns wurde Unterstützung signalisiert. Wir wurden als Betreuerverband und als Vertreter für die Interessen unserer Klientinnen und Klienten wahrgenommen.“
Aufnahmeprobleme in Kliniken: Ministerium sagt Unterstützung zu
Gesprochen wurde auch über Probleme, die bei der Aufnahme unterzubringender Menschen mit psychischen Erkrankungen in Kliniken bestehen können. Frank Cremer-Neihaus: „Obwohl ein gerichtlicher Unterbringungsbeschluss vorliegt, werden Menschen mit dringend behandlungsbedürftigen psychischen Erkrankungen teilweise nicht in Kliniken aufgenommen. Die Justizstaatssekretärin hat dieses Problem sehr ernst genommen. Die insoweit zuständige Gesundheitsabteilung des Ministeriums hat daher bereits mit einem Brief an die Krankenhäuser reagiert. Darin wird klarstellend auf die bestehende Versorgungsverpflichtung aufmerksam gemacht. Zudem sei eine gesetzliche Klarstellung im Rahmen der Novelle des Landeskrankenhausgesetzes in Vorbereitung. Die Justizstaatssekretärin verwies in diesem Zusammenhang auch auf die bestehende Rechtsaufsicht durch das Gesundheitsministerium.
Dialog fortsetzen – Betreuung stärken
Beide Seiten betonten abschließend die Bedeutung eines kontinuierlichen Austauschs. Ziel ist es, die rechtliche Betreuung strukturell zu stärken, bürokratische Hürden abzubauen und verlässliche Rahmenbedingungen für Berufsbetreuer*innen zu schaffen.
Mehr Informationen: www.berufsbetreuung.de | LinkedIn | BdB-Vergütungskampagne
Pressekontakt:
nic communication & consulting | Bettina Melzer
Tel.: 030 – 34 66 19 41 | mobil: 0163 – 575 1343 | bm@niccc.de | www.niccc.de
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Über den BdB:
Der Bundesverband der Berufsbetreuer*innen e.V. (BdB) ist mit rund 8.000 Mitgliedern die größte Interessenvertretung des Berufsstandes Betreuung. Er ist die kollegiale Heimat seiner Mitglieder und macht Politik für ihre Interessen. Er stärkt seine Mitglieder darin, Menschen mit Betreuungsbedarf professionell zu unterstützen, ein Leben nach eigenen Wünschen und Vorstellungen zu führen – selbstbestimmt und geschützt. Der BdB wurde 1994 gegründet – zwei Jahre, nachdem mit dem Betreuungsgesetz Konzepte wie „Entmündigung“ und „Vormundschaft“ für Erwachsene abgelöst wurden. Bereits damals leitete ihn der Gedanke, Menschen mit Betreuungsbedarf in Deutschland professionell zu unterstützen, so dass sie ein möglichst selbstbestimmtes Leben führen können. Mit seiner fachlichen Expertise und viel Idealismus setzte sich der Verband bereits frühzeitig für mehr gesellschaftliche Teilhabe betreuter Personen ein, wie sie erst später gesetzlich verankert wurde. Handeln und Entscheidungen der BdB-Mitglieder basieren auf demselben humanistischen Menschenbild, das auch der UN-Menschenrechtskonvention von 1948 und der UNBehindertenrechtskonvention von 2006 zugrunde liegt.