Landesgruppensprecher appellierten an alle Präsident*innen der Berliner Amtsgerichte
Gerade für kleinere Betreuungsbüros kann der vollständige Ausfall laufender Vergütungszahlungen über mehrere Wochen erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen haben. Der BdB-Landesgruppenvorstand hat deshalb rechtzeitig vor dem Eintreten des Vergütungsausfalls ein Schreiben an alle Präsident*innen der Berliner Amtsgerichte versandt und darum gebeten, diese vorgeschlagene Maßnahmen:
- Abbau der vorhandenen Außenstände vor Juni 2026
- Vorverlagerte Auszahlung von Dauervergütungen für Juni 2026
- Transparente Kommunikation und einheitliches Vorgehen aller Berliner Amtsgerichte
zu prüfen, um eine weitere Destabilisierung der Berufsbetreuungslandschaft in Berlin zu verhindern.
Zwischenzeitlich hat die BdB-Landesgruppe Berlin nun einen Onlineaustausch mit den Mitgliedern organisiert und die anhaltend existenzbedrohende Situation ausgewertet.
“Teilweise geht es um sehr hohe Außenstände in Höhe von über 30.000 bis 60.000 Euro. Der bislang gravierendste Fall, der uns berichtet wurde, kam von einer Kollegin, deren Konten durch das Finanzamt gepfändet wurden, weil sie ihre Steuervorauszahlung nicht leisten konnte – obwohl sie selbst noch über 30.000 Euro von den Amtsgerichten zu erhalten hat”, erklärt Landesgruppensprecher Kai Baldringer-Avagliano.